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08.01.2009
 
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Promotion





Viele Wege führen nach Rom

Die Promotion, also das Erlangen eines Doktorgrades, setzt einen guten Hochschulabschluss voraus. Etwas anderes ist es bei Medizin: Hier können die schriftliche Doktorarbeit (Dissertation) und die mündliche Prüfung (Rigorosum) auch schon während des Studiums erbracht werden. Allerdings dürfen auch zukünftige Ärzte den Titel erst nach Abschluss des Studiums führen.

Über die Zulassung zur Promotion entscheidet der zuständige Promotionsausschuss der jeweiligen Universität. Ausländische Bewerber sollten sich hier rechtzeitig über die Anerkennung ihres Studienabschlusses erkundigen, ebenso Fachhochschulabsolventen, die einen Doktortitel anstreben.

Die Fertigstellung der Doktorarbeit benötigt in den meisten Fächern mehrere Jahre und wird von einer Professorin oder einem Professor betreut. Oft ist die Promotion Grundvoraussetzung für eine Laufbahn im wissenschaftlichen Bereich. In den Geisteswissenschaften zum Beispiel wird eine Dissertation häufig in Verbindung mit einem Lehrauftrag im entsprechenden Fach angefertigt.

Das Ziel Promotion mag dasselbe sein, doch gibt es in Deutschland unterschiedliche Rahmenbedingungen für eine Dissertation: Weit verbreitet ist die individuelle Betreuung eines Doktoranden durch einen Professor - von Themenfindung über wissenschaftliche Begleitung der Forschungsarbeit bis hin zur Prüfung.

Förderung im Graduiertenkolleg

Eine besondere Form der Doktorandenförderung stellen die so genannten Graduiertenkollegs dar. Diese Kollegs sind befristete Einrichtungen der Hochschulen zur Förderung des graduierten wissenschaftlichen Nachwuchses. Sie werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und finanziert. Sie sind jeweils auf ein fachübergreifendes Thema ausgerichtet und sollen das traditionelle System der individuellen Doktorandenbetreuung ergänzen. Hier können Doktoranden ihre Dissertation in einer Gruppe von Wissenschaftlern erstellen. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch das jeweilige Kolleg. Ein Graduiertenkolleg umfasst in der Regel 10 bis 15 Hochschullehrer und bis zu 30 Kollegiaten, von denen 12 bis 15 Stipendien des Kollegs erhalten. Die übrigen werden durch Stipendien anderer Art oder über Doktorandenstellen finanziert.

Graduate Schools

Relativ neu sind an einigen Universitäten eigens konzipierte Promotionsstudiengänge in so genannten Graduate Schools. Dort werden wissenschaftliche Nachwuchskräfte innerhalb von drei Jahren zur Promotion geführt. Ähnlich wie die Graduiertenkollegs sind die Graduate Schools interdisziplinär angelegt, und die Doktoranden werden intensiv betreut. Im Unterschied jedoch zu den zeitlich begrenzten Graduiertenkollegs sind die neuen Graduate Schools auf Dauer angelegte Einrichtungen der Universitäten. Für internationale Forscher ist dabei besonders interessant, dass das Lehrangebot überwiegend in Englisch ist und dass rund ein Drittel der Vollzeitstipendien für ausländische Nachwuchswissenschaftler gedacht ist.




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Pater Patrick Mwania Mutau aus Kenia schreibt gerade an seiner Doktorarbeit:
"Nach meiner Priesterweihe bin ich zurück nach Deutschland gekommen, um hier zu promovieren." 



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Weitere Informationen   



Doktoranden-Netzwerk des Vereins zur Zusammenarbeit von Doktoranden und akademischem Mittelbau
www.thesis.de

Doktorandenbörse.info: Kostenloses Forum für Doktorväter und Doktoranden mit Tipps und Erfahrungsberichten
www.doktorandenboerse.info

Tipps für Doktorarbeiten: Formales, Themenwahl, Planung, Recherche und mehr
www.tipps-fuer-doktorarbeiten.de

Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft erstellte Informationen zu Graduiertenkollegs
www.dfg.de/...













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