
Die Prozessindustrie beschäftigt sich derzeit aus mehreren Motiven intensiv mit dem Energieeintrag: Zum einen fördern steigende Energiepreise die Suche nach effizienteren Methoden. Zum anderen erfordern eine optimale Prozessführung, empfindliche Produkte oder der Einsatz von biogenen Feststoffen neue Wege des Energieeintrags, die über das einfache Erwärmen hinausgehen.
Frau Prof. Dr. Monika Willert-Porada stellt elektrothermische Verfahren als eine Möglichkeit des Energieeintrags in Feststoffe vor. Hochkinetische Mahlprozesse zur Erzeugung von Nanostrukturen nach dem Motto "Kollision statt Scherung" präsentiert Prof. Dr. Henning Zoz, Zoz GmbH, Wenden. Akustische Kavitation ist eine Methode des Energieeinetrags, die bereits in Forschung und Industrie zum Einsatz kommt und von Günter Heidemeyer von der Hielscher Ultrasonics GmbH in Teltow vorgestellt wird. Ergänzend zu diesen Verfahren suchen Forscher nach Wegen des nichtstoffgebundenen Energieeintrags. Am Beispiel der Umwelttechnik zeigt PD Dr. Ulf Roland vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, welche Möglichkeiten Anwendungen von Radiowellen und nicht-thermischem Plasma eröffnen. Prof. Dr. Bernd Ondruschka von der Universität Jena moderiert das Kolloquium.
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